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Montag, 6. September 2010

10 Jahr RP Jubiläumstour - Mont Blanc, Innominata



(Foto: Zustieg zum Eccles-Bivak über den Glacier du Breuillat)

(Foto: Kurz vor dem Eiscouloir)

22. - 23. August 2010: Kaum zu glauben, aber wer das R&P Programmheftchen genau durchgelesen hat, der weiss, dass die Jubiläumstour tatsächlich auch auf dieses Datum angesagt war. Und siehe da, perfekte Verhältnisse mit perfektem Wetter. Doch "leider" gab es keine "Sternbegehung" des Mt. Blancs, sondern einen "Südansturm" über die Innominata... auch gut. Wir waren ne coole Truppe...

Nach einen guten z'Mittag in La Palud bei Courmeyeur stiegen wir, um eine gute Akklimatisation zu gewährleisten, noch bis in die Monzino-Hütte 2590 m auf. Am nächsten Tag, Frühstück um 7 Uhr, kraxelten wir bis ins Bivak Eccles, auch Biv. Lampugnani genannt. Dieses liegt auf knapp 3850 m. Fehlen uns also "nur" noch 1000 Höhenmeter bis zum Gipfel.

(Foto: Zustieg in die Monzino-Hütte 2590 m)

(Foto: Roli und Chrigel, zwei der
drei Bergführer vor der Monzino-Hütte)

(Foto: In der Sonne der Mt. Blanc du Courmeyuer
und rechts die Ag. Noir de Peutery)


(Foto: Die drei Führer komplett beim Routenstudium)


(Foto: Bild mit roter Routenverlauf aus dem Internet,
angepasst mit (blau) unserer Routenführung im oberen Teil durchs
"brüchige Couloir" und Abschluss-Firnfeld)

(Foto: ... Hüttenzauber, Bier und Töggelikasten...)

(Foto: Chrigel und Pedro)

(Foto: Der Hüttenhund der denkt, dass er ne Katze ist...)

(Foto: Ziel Mt. Blanc de Courmeyeur, unsere Tour in Rot, im Abendlicht)

(Foto: Chrigel und die Tour)

(Foto: Wält und M)

(Foto: Zustieg ins Ref. Eccles oder
Biv. Lampugnani über den Glacier de Breuillat)


(Foto: Mont Blanc Südwand mit links der Pillier Rouge,
Innominata (rechts) und ganz rechts am Horizont der Freney-Pfeiler)








(Foto: links Aguille Noir de Peutery
und rechts die Pte. Innomee 2759 m)

(Foto: kurz unterhalb des Eccles-Bivaks
oder eben auf ital. Biv. Lampugnani, ca. 3850 m)


Nach gut 5 und 1/2 h erreichten wir das Eccles-Bivak. Das Bivak erfreut sich normalerweise grosser Beliebtheit, da von hier auch "Sportklettertouren" am Pillier Rouge, der Freney-Pfeiler und auch der Peutery-Grat unternommen werden. Doch siehe da, alle Befürchtungen zu trotz, wir waren Mausbeinallein - naja, wir waren zu Acht, so alleine waren wir also auch wieder nicht. So konnten wir unbekümmert beide Bivak-Schachteln in Anspruch nehmen. Doch Achtung, das 2. Bivak, das obere, ist nicht mehr ganz "dicht" am Dach... und kann dementsprechend etwas feucht sein...

Den Nachmittag verbrachten wir mit Essen, Schlafen, Essen, Wasser schmelzen (danke Roli) und noch mehr Essen und noch mehr Schlafen...

(Foto: 2. kleine Biwak-Schachtel)





(Foto: Keinen Meter Platz vor dem Bivak...)

(Foto: Während die einen die Aussicht geniessen...)





(Foto: ... rekognoszieren Wält und Chrigel
schon mal den morgigen Weg bis zum Einstieg, thanx!)

Tagwache war schliesslich auf 2 Uhr abgemacht, mit anschliessendem gemütlichen "Früh-sehr-Früh-Frühstücken" und spätestens Abmarsch um 3 Uhr. Der Zeitplan ging auf. Wir kletterten die gesamte, interessante Felspartie im Dunkeln, so dass wir erst wieder Fotos ab dem fotogenen und charakteristischen Grätchen vor dem Eiscoulour haben...

Der Weg ist gut zu finden, die 5+ -Stelle mal wieder typisch alpin... die Kletterei abwechslungsreich und interessant. Eine wahrhaft schöne Tour.

(Foto: Morgens um halb sechs)



(Foto: Einstieg ins "Eiscouloir" mit perfektem Firn)

Die Bedingungen waren perfekt. Einige Tage vorher hat es die Tour gut eingschneit. Die Sonne allerdings den Schnee genügend bearbeitet, dass wir nur dort, wo es nötig war, gut gesetzten Firn fanden mit genügend Eis, um ein paar Schrauben zu setzen.

Wir haben entgegen der Routenbeschreibung das grosse Couloir nicht über das beschriebene kleine Couloir verlassen, um an den Kamm zu gelangen, sondern sind fast zuoberst des grossen Schneefeldes in ein kleines, eher steiles, enges und brüchiges Couloir im kombinierten Gelände ausgestiegen; habe somit die Kletterei über den Kamm "gewonnen" und sind direkt in die mit Schnee und Eis durchsetzte Flanke, die zum Brouillard-Grat führt, gelangt. Wält hat mal wieder optimale Nase bewiesen (oder einfach Schwein gehabt?!)!



(Foto: In der letzten Schneeflanke
hinauf zum Brouillard-Grat 4650 m)



(Foto: Am Horizont sind wir auf 4650 m,
auf dem Brouillard-Grat)

(Foto: Stand-Sicherung)

(Foto: Roli und Sten weit unten)



(Foto: Kurz vor dem Erreichen des Brouillard-Grates: Jan, ...)

(Foto: ... dann Sir Aschwanden...)

(Foto: ... mit Mättu, ...)

(Foto: ... ich ...)

(Foto: ... und Pedro, ...)

(Foto: ... Roli ...)

(Foto: ... und Sten. Kein Wunder hatten wir "vorne"
fast kein Material und vorallem keine Bandschlingen mehr...)

(Foto: Weiter geht's über den Brouillard-Grat bis
zum Courmeyeur-Gipfel 4748 m)






(Foto: Courmeyeur-Gipfel)

10 Stunden später erreichten wir den Hauptgipfel des Mont Blanc 4807 m. Wir haben alle SL gesichert. Leider haben mich die Fotos mit den RP-T-Shirts und Gruppenfotos noch nicht erreicht. Der Abstieg zur Cosmics-Hütte kostete uns nochmals gute 5 schöne Stunden, bevor wir auf unsere geglückte Tour mit Bier und Cola anstossen konnten.  

(Foto: Abstieg über den Trampelweg Richtung
Cosmics-Hütte vorbei am Mont Maudit und Tacul)

(Foto: Letzte Meter Aufstieg zur Cosmics-Hütte, ca. 3600 m)

(Foto: Fast verlassene Zeltstadt unterhalb der Hütte)



Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden, den Führern Wält, Chrigel und Roli wie auch Jan, Pedro, Mättu und Sten. Ganz besoneren Dank an Pedro, mein Seilpartner... wir sind gespannt auf deinen Film.

(Foto: Retour nach Courmeyeur)

Routenbeschreibung:
Innominata-Grat vn S.L. courtauld, E.G. Oliver, Adolf Aufdenblatten und Adolphe und Henri Rey, 19. - 20. August 1919. Grosse kombinierte Bergfahrt. Stellen bis 54° und IV (heute gilt die Schlüselstelle meist als 5er). Die Schwierigkeiten sind überwiegend geringer aber anhaltend.

Führerliteratur: SAC Führer Mont Blanc
Karte: Chamonix - Massif du Mont Blanc 1 . 25 000. IGN Topographische Wanderkarten


(Foto: Die Protagonisten: Wält, Sten, Jan, Mättu, Chrigel,
Pedro und Roli - von links oben im Uhrzeigersinn)

(Foto: Material)

Kommentare:

fränzi hat gesagt…

heya melanie.coole bricht,ächt spannend fir die däheime blibne:-)ä gueti zeyt&liebi griess fränzi

Maettu hat gesagt…

Tschou Melä

Super Bricht für e super Tour het Spass gmacht!!

Gruess
Mättu